
Das Nacktbaden erreichte um 1900 die Ostseeküste, jedoch taucht der Begriff der Freikörperkultur erst in den 20er Jahren auf, als Vereine und Zeitschriften das Nacktbaden propagierten. Ebenso trifft man auf die Bezeichnung Effi-Strand, vermutlich aus den Anfangsbuchstaben des Begriffs Freikörperkultur stammend. Die ersten FKK-Strände Mecklenburgs-Vorpommerns finden sich im Ort Prerow.
Nachdem der Versuch des DDR-Innenministers Willi Stoph im Jahr 1952 das Nacktbaden zu verbieten scheiterte, handelten die staatlichen Stellen etwas aufgeschlossener und schufen Regeln, nach denen das Nacktbaden an dafür bestimmten Strandabschnitten erlaubt war:

(Ausschnitt aus dem Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik Teil I - Berlin, 6. Juni 1956)
In den 70er Jahren gab es einen "Massenansturm" auf die FKK-Strände, welche von den insgesamt 250 km langen Ostseestrand immerhin 36 km ausmachten.
Nach der Wende pikierten sich viele Besucher über die freizügigen Badegewohnheiten und die Fkk-Strandbereiche finden sich häufig in den entlegensten Gebieten.

Auf 9 km des 42 km langen feinen, weißen Sandstrandes der Insel Usedom kommen Anhänger des FKK heute an 10 ausgewiesenen Strandabschnitten voll und ganz auf ihre Kosten und entgegen vieler Medienberichte hat es nie ein ernsthaftes Problem zwischen deutschen und polnischen Bürgern hinsichtlich der Freikörperkultur gegeben. Schilder in dreisprachiger Ausführung (deutsch, englisch, polnisch) am Ahlbecker Strand weisen polnische Gäste auf den beginnenden 500m langen FKK-Strandbereich hin.